DKJS-Projekt "100-Prozent-Schulen"
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
Prozessbegleitung und Moderation
Etwa ein Viertel aller Kinder in ganz Deutschland kann am Ende der Grundschulzeit nicht sicher lesen. Dieses Ergebnis des jüngsten IQB-Bildungstrends zur Lesekompetenz bestätigt auch die jüngste Pisa-Studie. Die Initiative „100-Prozent-Schulen“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) will das ändern. Der Name ist dabei Programm: Jedes einzelne Kind soll am Ende der vierten Klasse lesen können. An drei Orten in Deutschland laufen derzeit Pilotprogramme, in Berlin (Neukölln), Dresden und Hamburg (Wandsbek-Süd). In Kürze starten Projekte auch in Rheinland-Pfalz (Mainz) und Hessen (Darmstadt) sowie in Schleswig-Holstein (Dithmarschen).
Anne Heitmann (ah kommunikation) unterstützt im Auftrag der DKJS das Projekt in Hamburg als Prozessbegleiterin und Moderatorin, zunächst für einen Zeitraum von anderthalb Jahren. Der Auftrag umfasst die Planung und Durchführung von Clustertreffen sowie die Koordination und Begleitung einer Vorbereitungsgruppe. Hamburg gilt innerhalb Deutschlands als Vorreiter, sodass hier gesammelte Erfahrungen und relevante Entwicklungsschritte gewissenhaft dokumentiert und analysiert werden, um sie zukünftigen Standorten zur Verfügung zu stellen. Hierüber ist Anne Heitmann im regelmäßigen Austausch mit der DKJS.
Das Cluster in Wandsbek-Süd umfasst sieben Schulen und hat in diesem Jahr bisher dreimal getagt. Im Fokus steht, erfolgreiche Ansätze systematisch miteinander zu teilen und nachhaltige Strukturen für die Förderung grundlegender Kompetenzen zu schaffen. Neben der fachlichen Arbeit spielt dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, der Schulaufsicht, dem Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI), dem Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) und der Universität Hamburg eine zentrale Rolle – alle Institutionen sind mit ihren Expert*innen in den Gesamtprozess eingebunden und bringen ihre Kompetenzen kontinuierlich ein. Gerade die Verbindung aus datenbasierter Schulentwicklung, kollegialem Austausch und konkreter Steuerungs- und Unterrichtspraxis macht die gemeinsame Arbeit so wertvoll. In regelmäßigen Clustertreffen werden Projekte der Schulen präsentiert und analysiert, dazu gibt es Beratungs- und Planungsphasen sowie Lernangebote.
Mit der Initiative 100-Prozent-Schulen bündeln vier Stiftungen ihre Kräfte, um gemeinsam mit Schulen und Akteur*innen im Sozialraum nachhaltige Veränderungen im Bildungssystem zu ermöglichen: Die Beisheim Stiftung, die Crespo Foundation, die Robert Bosch Stiftung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) teilen die Ambition, dass alle Viertklässler*innen den Mindeststandard in den Basiskompetenzen erreichen oder übertreffen und damit eine starke Grundlage für ihre Zukunft haben – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.
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